Lt. Wikipedia wird Narzissmus folgendermaßen definiert:

 

"Der Ausdruck Narzissmus steht alltagspsychologisch 

und umgangssprachlich im weitesten Sinne für

die Selbstverliebtheit und Selbstbewunderung eines

Menschen, der sich für wichtiger und wertvoller

einschätzt, als urteilende Beobachter ihn einschätzen.

Der Duden übersetzt den Begriff als übersteigerte Selbstliebe 

und Ichbezogenheit."

 

Umgangssprachlich haften dem Wort „Narzissmus“ meist negative Bedeutungen an. Im Alltagsverständnis ist ein Narzisst ein Mensch, der sich sehr auf sich selbst bezieht und dabei andere vernachlässigt.

Der Begriff steht darüber hinaus in Verbindung mit einer Vielzahl sehr unterschiedlicher psychologischer, sozialwissenschaftlicher, kulturwissenschaftlicher und philosophischer Konzepte. Die Einzelheiten ergeben sich aus dem jeweils zugrundeliegenden theoretischen Konzept."

 

Sieht man sich einmal die oben stehende Definition an, kommt man zu dem Schluss, dass man mit einem Menschen, der eine narzisstische Persönlichkeitsstörung aufweist, keine gesunde und zufriedene Partnerschaft führen kann. Zu einer Partnerschaft gehören Empathie, Zusammengehörigkeit, Loyalität, Liebe, die Bereitschaft zurückzustecken, den anderen in Gänze wahrzunehmen, sich abzusprechen, Rücksicht, Vorsicht, Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit, Treue, Vertrauen, Zuversicht, sich fallen lassen können, sich zeigen können, sich umeinander zu kümmern.

 

Ein Mensch, der Ich-bezogen ist, kann diese Eigenschaften nicht besitzen. Es liegt in der Natur der Sache, dass ein Narzisst sich um sich selber dreht. Immer! Solange er den Partner nicht "sicher" hat (am Anfang des Kennenlernens oder später, wenn der Partner gehen will, weil er die Ungerechtigkeiten nicht aushält), wird er sich verstellen. Dafür nutzt er seine Masken:

 

- der biedere Saubermann

- der gute Zuhörer

- der empathische Mensch

- der Verliebte

- der Traummann/die Traumfrau schlechthin

- der Verständnisvolle

- der Bemitleidenswerte

- der Zuverlässige

- der Pünktliche

- der Freigiebige

- der gleichbleibend gut Gelaunte

- der Starke, an dessen Schulter man sich immer anlehnen kann

- der Mann/die Frau mit Prioritäten auf der Partnerschaft

- der Ausgeglichene

 

In jedem Fall ein Mensch mit auffallend vielen positiven Eigenschaften. Das liegt jedoch daran, dass ein Narzisst Gefühle spiegelt. Das heißt, Ihr Gegenüber achtet anfangs peinlich genau darauf, was Sie ihm erzählen. Sie könnten seine Ausfragerei als großes Interesse an Ihrer Person deuten, dabei will er nur wissen, wie Sie ticken, um Sie später hervorragend und mit Leichtigkeit manipulieren zu können. 

 

Ein Narzisst hat seine Gefühle aufgrund eigener Traumata, die meist in der Kindheit liegen, aber auch später entstehen können durch traumatische Trennungen beispielsweise, von sich nahezu abgespalten. Das heißt, dass er Liebe und Verbundenheit nicht fühlen kann und will, aber dieses dem Partner suggeriert, damit dieser sich darauf einlässt und sein Herz öffnet. Von der Liebe und Güte des Partners "lebt" der Narzisst dann, indem er die positive Energie, die ihm bereitwillig zufließt, aufsaugt wie ein Vampir. Um an diese Liebe und Energie des Gegenübers zu gelangen, tut ein Narzisst alles, denn ohne diese Zuneigung des Partners fühlt er sich leer und hoffnungslos. Aus seinem Inneren kann er keine positive Energie gewinnen, deshalb muss er im Außen suchen.