Das ewige Auf und Ab.

Spannende Zukunft erwünscht?
https://co-narzissmus.blogspot.de
(Link zu meinem Blog mit Buchleseproben)

Wie werde ich erfolgreiche Co-Narzisstin?

Dass Sie sich auf Seiten wie dieser wieder finden, könnte mir folgendes sagen:

1.  Sie haben sich mit Narzissmus befasst, alles gelesen, was Sie in die Finger bekamen, sich

     ca. 100x getrennt und wieder "versöhnt"?

2.  Sie waren unterwegs auf Websiten über Narzissmus, Egoismus, Egozentrismus. 

3.  Sie haben Termine mit Ihrer Psychologin vereinbart, sind pünktlich zu Ihren Terminen

      erschienen, haben geredet und geredet, geflucht, um schließlich nach Hause zu IHM

      zurückzukehren?

4.  Sie haben daran gedacht, sich vom ihm zu trennen, haben ihn blockiert und die beste

     Freundin angerufen, die völlig entnervt vorbei kam, weil Sie hoffte,

     Sie seien endlich" zur Vernunft" gekommen. Als sie sich verabschiedet hatte,

     machten Sie die Blockierungen rückgängig.

5.  Sie denken häufig an Suizid, weil Sie ohne IHN keinen Sinn mehr im Leben

     sehen und Sie merken, dass keine Ihrer "Strategien" IHN Ihnen näher bringt. Dass sich nach

     kurzen glücklichen Hochphasen immer öfter immer tiefere Abgründe vor Ihnen auftun.

6.  Sie kriegen Ihren Alltag nicht mehr geregelt. Können nichts essen und nicht schlafen.

      Sie haben Kopfweh, sind chronisch müde, hängen herum, fühlen sich schwach und klein.

7.  Ihr ehemaliges Selbstwertgefühl hat den Nullpunkt erreicht. Sie fühlen sich erschöpft,

     nutzlos, wertlos, minderwertig.

8.  Sie spielen ihm die Starke vor in der Hoffnung, dass er erkennt, WER

     Sie für ihn sind, wieviel Sie für Ihn tun, dass Sie ihn über alles lieben, aber Sie fühlen, es

     kommt nichts zurück. Oder

9.  Sie klammern sich an IHN wie eine Ertrinkende, machen ihm Vorwürfe, Szenen, sind

     mitleiderregend oder hysterisch verzweifelt, um sich am

     nächsten Tag bei IHM zu entschuldigen für Ihre "Ausraster". Sie leiden nun noch unter

     Ihren Schuldgefühlen, weil Sie IHN so schlecht behandelt haben. Glauben, dass Sie eben

     nicht liebenswert sind und haben noch mehr Angst, dass ER endgültig geht, weil Sie sich

     gestern wiedermal nicht "im Griff" hatten, ausgeflippt sind, seine Affäre beleidigten, ihn

     beschimpften, sich darüber aufregten, dass er nie Zeit für Sie hat usw.    

10. Sie haben, nach der Achterbahnfahrt der letzten Monate oder auch Jahre

     festgestellt, dass Sie ohne IHN nicht leben können, dass Sie IHN brauchen wie die Luft

     zum atmen, dass Sie lieber tot als ohne IHN wären, dass Sie keine Kraft haben, ohne IHN

     neu anzufangen, dass Sie niemand zu verstehen scheint, dass niemand Sie auffangen kann,

     dass Sie verloren sind ohne IHN und dass es für Sie kein Leben ist, wenn ER nicht mehr da

     wäre. Sie haben den Kampft aufgegeben, IHN für sich allein zu gewinnen, weil Sie bisher

     nie zum Ziel kamen. Sie haben akzeptiert, dass es immer andere Frauen in seinem Leben

     geben wird, kaum dass Sie sich umgedreht haben. Sie akzeptieren jetzt, dass er Sie

     belügt und betrügt, dass er Sie kränkt und demütigt, sich nicht um Sie kümmert, nur seine

     eigenen Interessen verfolgt, Sie ausnutzt, mißbraucht, ignoriert, verleugnet und ver-

     schwindet, wenn Sie IHM "Vorschriften" machen.

11. Sie haben eine Entscheidung getroffen. Sie wollen seine Geliebte bleiben oder seine Frau,

     "seine beste Freundin".  Wie auch immer, Sie wollen in seinem Leben bleiben, egal, was

      er Ihnen angetan hat, egal, was er Ihnen noch antun wird, denn ohne IHN ist alles vorbei.

 

    

Jetzt komme ich ins Spiel.

Was können Sie tun, um IHN zu behalten?    

     Was tun, um ihn nicht zu verärgern, sodass er immer wieder kommt und sich wohl fühlt? SIE

     allein haben diese Entscheidung getroffen und ja - es gibt einen Weg, einen solchen Mann

     auf Dauer zu halten. Er wird Sie nie achten, nie lieben, nie gut behandeln (bis auf einige

     Momente natürlich), aber Sie können IHN behalten. Wenn Sie genau DAS tun, was ich Ihnen

     sage, werden Sie ihn nie verlieren. Sie werden SICH verlieren, sich aufgeben, irgendwann

     nicht mehr wirklich existieren. Sie werden leiden, nie glücklich werden, immer klein,

     schwach und ängstlich sein, aber Sie werden den Mann IHRER Träume mit meinen Tipps

     behalten.

     Eine kurze Überlegung noch? Vielleicht nicht weiterlesen? Vielleicht eine andere Seite

     googeln? Ein anderes Buch lesen? Ein anderes Leben leben? Die Chance nutzen? Nein?

 

     Dann lesen Sie weiter! Vor Ihnen liegt ein Marathon, kein romantischer Spaziergang.

     Lassen Sie sich fallen in weitere Verstrickungen, nähren Sie Ihre Abhängigkeit, lassen Sie

     sich von niemandem etwas sagen. Gehen Sie unbeirrt IHREN Weg und leben Sie Ihre

     "Liebe", ohne die Sie ja nicht leben können.

Ich gehe davon aus, dass Sie eine Frau sind, da Frauen meist eher co-narzisstisch "veranlagt" sind als Männer. Oft liegt dieses Phänomen in der Erziehung der Mädchen. Sie sollen verständnisvoll und aufopfernd sein. Aber auch die Genetik spielt dabei ein entscheidende Rolle. Selbstverständlich gibt es auch Männer, die auf eine Narzisstin hereinfallen. 

Sie sind auf meine Seite gestoßen, als Sie verzweifelt nach Hilfe suchten, wie Sie Ihre Beziehung retten können. Was Sie tun können, um IHN glücklich zu machen. Falls Sie die destruktive Kraft des Narzissmus noch nicht erkannt haben, bitte lesen Sie nachfolgende Ausführungen. 

Ein Mensch, den man gemeinhin als Narzissten bezeichnet, ist kein Unmensch. Etwas narzisstisch ist jeder Mensch. Und das ist auch nicht schlecht, denn jeder sollte zuerst etwas Gutes für sich selber tun. Das heißt auch, dass gesunder Narzissmus nicht nur für einen selbst, sondern auch für die Menschen, die um uns herum sind, gut ist. Ein Mensch, der nichts für sich selber empfindet oder negativ von sich denkt, kann auch anderen nichts geben. Die Aura, die ein Mensch ausstrahlt, wirkt auf das Umfeld, auf andere Menschen. Damit bewirken wir, WEN wir anziehen oder eben nicht. Wenn Sie mit sich selbst unzufrieden sind, vielleicht chronisch pleite, sich häßlich finden, unsportlich, zu dick, zu dünn usw., dann ziehen Sie Menschen unweigerlich an, die auch ähnliche Defizite haben. Wenn Ihr Selbstbewußtsein nahe am Nullpunkt ist, werden Sie auch keinen Mann anziehen können, der mit Ihnen eine Beziehung auf Augenhöhe führen wird.

Dass narzisstische Menschen Selbstbewußtsein ausstrahlen, aber in Wirklichkeit nur ein Pseudoselbstbewußtsein haben, ist bekannt. Früher wurde davon ausgegangen, dass Narzissten sehr selbstbewußt sind. Später fand die Wissenschaft heraus, dass dem eben nicht so ist. Narzissten haben ein schwaches Selbstwertgefühl, was nach sich zieht, dass Sie Menschen benutzen MÜSSEN, um sich selbst aufzubauen, um Energie zu tanken, Bewunderung zu erhaschen, um der inneren Leere zu entgehen. Stellen Sie sich hierzu ein leeres,löchriges Gefäß vor, welches aufgefüllt werden muss. Sie können es auffüllen sooft Sie wollen, es wird nichts im Gefäß bleiben. Je mehr Sie geben, desto mehr wird er verlangen. Bleibt Ihre Bewunderung für IHN aus, weil Sie sich über ihn ärgern, weil er sie wiedermal versetzt hat, sie betrog, belog oder weil Sie das Ganze einfach unterschätzen, dann bleibt sein "Gefäß" leer. Er fühlt sich fortan schlecht neben Ihnen, nicht gesehen, nicht anerkannt. Damit kann er nicht umgehen. Er wird vielleicht einen Streit beginnen, in deren Folge er Sie niedermacht, um sich selbst zu erhöhen, um wieder etwas zu spüren. Am Ende werden Sie sich schlecht fühlen, nicht verstehen, was eigentlich los war und nachgeben. Das ist auch der Grund, warum Narzissten so gut wie immer Affären haben. Ein Mensch allein kann unmöglich ständig all seine Bedürfnisse erfüllen. Und da er selbst dazu überhaupt nicht in der Lage ist, MUSS das ein anderer Mensch übernehmen. Dazu eignen sich Geliebte hervorragend. Sie kennen diesen Mann nur von seiner besten Seite (zumindest solange sie ihn permanent bewundern und möglichst sogar anbeten) und wollen ihn meist an sich binden, wenn sie sich in den "tollen Kerl" verliebt haben. Da die Ehefrau zuhause ja so unmöglich, unzulänglich, ungepflegt, dominant oder sonstwie gemein zu IHM sein muss (sonst würde er nicht mit Ihnen zusammensein), geben Sie in Hülle und Fülle, lieben mit Haut und Haar. So bekommt der Narzisst auf Abwegen ungeteilt Streicheleinheiten, ohne jemals den Beweis erbringen zu müssen, dass er auch wirklich DER ist, der er vorgibt zu sein. Denn das ist nicht sein Ziel! Würde er sich nämlich für die Geliebte entscheiden, stünde er wieder an derselben Stelle. Nämlich dann, wenn die ehemalige Geliebte, die jetzt vielleicht seine Frau geworden ist, aufhört, ihn anzuhimmeln, weil sie ihn KENNENGELERNT hat. Wird er allerdings von seiner Frau verlassen, wird die Geliebte natürlich die Frau an seiner Seite, aber er wird keine Zeit verstreichen lassen, den leeren Platz der ehemaligen Geliebten neu zu besetzen. Das unendlich eigennützige, grausame Spiel geht weiter, die Rollen sind neu verteilt, die Spielregeln kennt nur er. Deshalb kann er sie stets ändern, variieren, neu erfinden. Sie werden Augen machen, wie oft er mit plötzlichem "Gedächtnisverlust zu kämpfen" scheint. Wie er die Worte verdreht, Sie nicht zu verstehen scheint, Sie verwirrt, Sie bekämpft, Sie ignoriert. Dass was er sagt, passt oft nicht zu dem, WIE er sich verhält.

- Aus dem Tagebuch meiner Freundin, die 2,5 Jahre mit einem Narzissten liiert war:

"Wir sitzen in schöner Atmosphäre bei Kerzenschein in einer Nische am romantisch gedeckten Zweiertisch. Er schaut mir tief in die Augen, nimmt zärtlich meine Hand und lächelt verträumt: "Ich finde es Schade, dass ich dich erst so spät kennengelernt habe."(Beide sind um die 50.) "Meine letzte Beziehung war fürchterlich. Sie war so krankhaft eifersüchtig. Es war nicht auszuhalten. Ich hatte ihr bereits einen Therapieplatz besorgt, aber sie wollte meine Hilfe nicht annehmen. Aus Sorge um sie hatte ich herauszufinden versucht, warum sie immer so durchdreht, wenn ich das Wochenende bei meiner Mutter verbringe. Sie hätte ja mitfahren können, aber das wollte sie nicht, weil sie sich mit meiner Mutter nicht verstand. Meine Mutter ist hinterhältig und manipulativ. Sie hat ihr immer zu verstehen gegeben, dass es andere Frauen in meinem Leben gibt, was nicht stimmt, aber meine Freundin hat es geglaubt. Ach, wer weiss, was daraus geworden wäre, wenn wir zwei uns früher begegnet wären".

("Ich hing an seinen Lippen, empfand diese tiefe Liebe für diesen Mann, der seiner Mutter nicht den Rücken gekehrt hatte aus Liebe, wie ich meinte, und dass er sich trotzdem auch nicht von dieser verrückten Frau getrennt hatte, obwohl er durch diese Verbindung soviel Stress hatte. Niemals wollte ich ihn so behandeln, alles Unglück würde ich von ihm fernhalten, ihm meine Seele schenken, mein Herz und meinen Verstand").

"Versprich mir", hörte ich seine warme, weiche Stimme und sein liebes Gesicht ruhte auf meinem. "Versprich mir bitte, dass das hier mit uns nie endet. Hm, ich meine die Basis unserer Beziehung ist eine tiefe Freundschaft. Für eine feste Zweierbeziehung bin ich im Moment nicht bereit. Es hat mich soviel Kraft gekostet mit der letzten Freundin und ich muss unbedingt in meiner Mitte bleiben, weil meine Arbeit so wichtig ist" (er war Arzt). "Mich wirft das aus der Bahn, wenn man Beziehungsprobleme hat. Das mit uns ist so schön. Wir haben eine tolle Zeit. Bitte lass es nie enden. Und schließlich weiß man ja nie, was die Zukunft noch bringt."

Sehen Sie, was meine Freundin  damals nicht sehen konnte? Ein Mann verhält sich nonverbal völlig konträr zu seinen Worten. Haben Sie sich einmal informiert, zu welchen Prozentsätzen wir auf unser Gegenüber reagieren? Ganze 19% gelten dem gesprochenem Wort! 55%! drückt die Körpersprache aus, also das Nonverbale. Für den Rest der Kommunikation ist die Stimme mit 26% zuständig. Das bedeutet, dass bei der Frau (oder umgekehrt bei dem jeweiligen Mann) ein Bruchteil davon ankommt, womit dieser Mann hier vorbauen wollte. Später wird er ihr jedesmal sagen, dass er doch von Anfang an gesagt hätte, dass er für eine Zweierbeziehung nicht zur Verfügung stünde.

Die kleinen Wörtchen "noch nicht", "vielleicht später", "wenn" waren ganz aus seiner Erinnerung verschwunden, ebenso die ganze demonstrierte "Verliebtheit" wie Händchen halten, drücken, küssen, liebevolle Telefonate, Einladungen, Interesse, woraus sich eine Katastrophe für das Leben meiner Freundin Susanne anbahnte. Denn Susanne hatte sich bereits total in ihn verliebt. Von Narzissmus hatte sie nicht die leiseste Ahnung. Sie hatte überhaupt keine Ahnung, welch verheerenden Folgen dieser Mann auf ihr Leben haben würde.

Ich schreibe die Geschichte meiner Freundin auf, weil ich ihr die gesamte Zeit zur Verfügung stand und miterleben mußte, wie sich eine lustige, liebevolle Frau in ein Wrack verwandelte. Weder bin ich Therapeutin noch Psychologin, aber durch sie habe ich mich in erster Linie für sie mit allem, was mir zur Verfügung stand, schlau gemacht. Narzissmus in der Gesellschaft, in der Partnerschaft, in Freundschaften, unter Kollegen etc.  Durch die endlosen, traurigen Gespräche mit meiner Freundin kam ich darauf, dass sie es hier mit einem Narzissten zu tun haben könnte. Es folgten katastrophale 2 Jahre bis sie begann, MIR wirklich zuzuhören. Für sie führte ich Gespräche mit einer mir bekannten Psychologin, laß mich stundenlang durch Foren und verschlang jedes Buch, das es auf dem Markt gab. Dieses Thema fesselte mich.

Mir fiel auf, dass die Partner von Narzissten meist in ihren Beziehungen bleiben wollen. Dass sie überdurchschnittlich leidensfähig sind. Ja süchtig! Und dass sie meist nicht ahnen, welche Destruktivität da herrscht und warum eine solche Verbindung so schmerzhaft ist.

Der Mann, auf den Susanne flog, hatte natürlich von Beginn an GESAGT, dass er für eine Beziehung nicht zur Verfügung stünde, hatte sogar den Begriff ZWEIERBEZIEHUNG einfließen lassen. Alles was Susanne jedoch HÖRTE war, was er ihr ZEIGTE. WIE er mit ihr umging. Zärtlich, liebevoll, aufmerksam, zugewandt. Und der Konsenz, in welchem Zusammenhang er seine Worte aussprach. Nämlich dass er erst vor kurzem eine für ihn schmerzhafte Beziehung beendet hatte und NUR DESHALB im Moment nicht bereit war, eine neue feste Beziehung zu führen. Susanne wollte und war in der Folge übermenschlich verständnisvoll und grosszügig. Immer wartete sie auf ein Zeichen von ihm und wurde dabei immer melancholischer. Sie spürte keine Verbindung zu ihm, wenn er nicht bei ihr war. Unbewusst merkte sie natürlich, dass hier etwas ganz furchtbar schief lief, aber es konnte nicht sein, was nicht sein darf. Er blieb höchst unverbindlich, aber während den folgenden romantischen Treffen gab er Vollgas. 

- Auszug aus ihrem Tagebuch:

"Endlich - nach 3 langen zermürbenden Tagen - meldete er sich bei mir. "Hallo Süße! Wie geht´s dir? Was machst du?" Ich hätte ihn anbrüllen mögen, warum er sich nie am Wochenende meldet. Freitag der letzte Kontakt, Montag der erste. Er arbeite soviel und deshalb müsse er am Wochenende unbedingt allein sein, sagte er mir immer wieder. Ich verstand das nicht. Als wir uns kennenlernten, war ich in einer langjährigen, meist glücklichen, aber auf jeden Fall guten Beziehung zu einem liebevollen Mann. Nie hätte ich gedacht, diese Beziehung zu beenden. Aber für ihn tat ich es. Wenn ich nach einem unserer Treffen nach Hause fahren wollte, sagte er ganz traurig, dass ich wohl jetzt wieder in -meine heile Welt - ginge. Das zerriß mir fast das Herz und deshalb verließ ich meinen Mann. Da er immer sagte, ich solle meine gute Beziehung bloß nicht für ihn verlassen, erzählte ich ihm, dass es ein paar wenige Gründe gäbe, mich zu trennen, die mit ihm nichts zu tun hätten. "Mein Hasi", sagte er während einer unserer wundervollen Abende, von denen wir ca. 2 pro Woche verbrachten. "Wenn ich hier in der Nähe wohnen würde, wäre alles anders. Mit dir würde ich leben wollen."

Susanne: "Er arbeitete in meiner Nähe, wohnte aber 300 km entfernt von mir. Mir machte das nichts aus. Gern wäre ich mit ihm gependelt, soweit es unsere Jobs erlauben, aber er bot es nicht an und ich fragte nie, um nicht aufdringlich zu erscheinen. Irgendwann würde er mich fragen, da war ich sicher.

"Ich habe dich so lieb. Du tust mir gut. Meine Lebensqualität ist viel größer, seit ich dich kenne. Ich habe Angst wieder eine feste Zweierbeziehung zu führen, weil ich dich nie wieder verlieren will. Nach einer Trennung ist meist alles vorbei. Keine meiner Ex-Freundinnen will noch etwas mit mir zu tun haben. Aber bei unserer so tiefen Beziehung, wo das Fundament eine so gute Freundschaft ist, kann das nie passieren. Wir werden immer so miteinander zusammen sein können. Das wünsche ich mir so sehr."

Susanne: "Dabei hielt er wie immer meine Hand, streichelte liebevoll darüber, schaute mal hier, mal da sehnsüchtig und melancholisch in die Ferne und sprach mit ruhiger Stimme die wohlüberlegten Worte. Mich störte, dass er immer wieder das Wort "Freundschaft" gebrauchte wie auch das Wort Zweierbeziehung. Für mich gehören zu einer Beziehung zwei. Dass man dies betonen muss, war mir irgendwie fremd. Manchmal sagte ich zu ihm, dass ich unsere "Freundschaft" auch außergewöhnlich schön fände. Das waren die Momente, in denen er entgegnete:

"Sei doch nicht so kalt Häschen. Wir haben doch viel mehr als nur Freundschaft. Und niemand weiß, was die Zukunft bringt. Jetzt ist es viel zu früh, um existenzielle Entscheidungen zu treffen. Bleib bei deinem Mann bitte, dass ich an den Wochenenden, die ich dringend für mich brauche, kein schlechtes Gewissen haben muss, was ich hätte, wenn du allein wärst. Ich kenne kein Konkurrenzdenken. Ich bin nie eifersüchtig,WEIL ich dich so lieb habe".  

Susanne: "Dabei hielt er mich ganz fest im Arm. Ich konnte seine Angst manchmal spüren. Ich dachte nur damals, dass er Angst hatte, MICH wieder zu verlieren. Heute denke ich oft, dass er eher Angst hatte, dass herauskommt, dass er noch eine andere Freundin hat. Oft habe ich ihn gefragt, meist im Scherz verpackt, ob er noch eine Freundin hätte und deshalb an den Wochenenden nicht anriefe. Er lachte und sagte, dass er so froh sei, die Wochenenden für sich zu haben und er zu schätzen wisse, dass ich ihn nie nerve. Und natürlich hätte er keine andere Freundin. Von da an rief er mich auch an den Wochenenden an. Dabei fuhr er meist Auto."

Wie Sie sehen, hat Susanne unendlich viele Fehler gemacht. Dass man im Hormonrausch meist nur hört, was man hören will, sieht, was man sehen will und tut, worüber andere den Kopf schütteln, ist beinahe normal. Die Chemie tut das ihrige und der Verstand schaltet ab. Solange man selbst darunter nicht leidet (und der andere natürlich auch nicht), ist alles in Ordnung. Ist man jedoch an einen Narzissten geraten, der per se ausschließlich nur SEINE EIGENEN INTERESSEN verfolgt, über wenig bis gar kein Mitgefühl verfügt, ständig gelobt und bewundert werden will, dann ist das für die Frau gefährlich. Damit übertreibe ich keinesfalls. Sind Sie in die Fänge eines Narzissten geraten, dann leben Sie gefährlich, weil Sie erst viel später erkennen können, mit WEM Sie es da in Wirklichkeit zu tun haben. Sie als Mensch sind ihm schlichtweg egal. Sie sind ein Objekt, aus dem er für sich Energie saugt, SEINE Wünsche und Träume verwirklichen lässt, SEIN Ego aufbaut. Er kann nicht fühlen, was Sie fühlen. Er verfügt über wenig bis keine Empathie, kann sich nicht in Sie hineinversetzen. Er manipuliert Sie mit zweideutigen Aussagen, mit seinem Verhalten und verwirrt Sie derart, dass Sie am Ende nicht mehr durchblicken. Am Beispiel von Susanne sehen Sie, dass er nicht einmal darauf einging, dass sie sich bereits von ihrem Mann getrennt hatte. Er sagte stur weiterhin zu ihr, dass Sie bei ihm bleiben soll. Er verschwieg ihr 1,5 Jahre lang, dass er noch eine andere Frau traf. Selbst auf gezielte Nachfragen ihrerseits, log er gnadenlos. Er zog sie mit - über jede ihrer eigenen moralischen Grenzen - und verstrickte sie in ein Netz aus Lügen und Manipulationen, indem er sie verliebt ansah, ihre Hand hielt, mit ihr schlief, ihr sagte, er liebe sie und sei doch aufgrund von früheren schlimmen Verletzungen einfach nicht in der Lage, sich auf eine feste Beziehung einzulassen. Was er nonverbal sagte, stand im krassen Widerspruch zu seinem Verhalten. Erinnern Sie sich, was ich eingangs sagte, wieviel ein Mensch wovon wahrnimmt (19% Sprache, der Rest nonverbales Verhalten?). Im Zuge der Verliebtheit ist es meist unmöglich, dieses grausame Spiel zu durchschauen. Eine nicht verliebte Frau hätte völlig anders reagiert. Sie hätte ERKANNT, WEM sie da gegenübersitzt. Der narzisstische Mann hätte keine Chance gehabt. Deshalb haben Sie unendlich viele Eigenanteile an solch einer Beziehung. Ein Narzisst kann nur andocken bei jemandem, der zu wenig Selbstwertgefühl hat, in einer Krise steckt, sich schwach fühlt, anlehnungsbedürftig, hilfsbedürftig oder einfach nicht an IHM interessiert ist. Wenn Sie mit sich unzufrieden oder unglücklich sind, sich verloren fühlen und/oder verletzt, erkennt das ein Narzisst, denn dafür hat er untrügliche Antennen.

Auch eine nach außen hin starke Frau übt einen unglaublichen Reiz auf den Narzissten aus. Er will sie "knacken". Aber immer weiß ER unbewußt, dass die Frau eine Leere, eine Schwäche, Ängste oder dergleichen in sich trägt, sonst könnte er nicht bei ihr landen. Ein Narzisst ist überhaupt nicht interessiert an Frauen, die wirklich stark und selbstbewußt sind, weil er da keine Energie für sich herausziehen kann. Die Frau wird ihn abblitzen lassen und sein ohnehin brüchiges Selbstbild würde völlig zerbrechen. Deshalb ist es so unendlich wichtig, gesunden Egoismus zu entwickeln und für sich selbst zu sorgen, sich selbst zu lieben und zu achten und Grenzen nicht überschreiten zu lassen, von wem auch immer. Es gibt nicht eine einzige Co-Narzisstin, die über ein starkes Selbstbild verfügt. In diesem Punkt gleichen Sie Ihrem Narzissten, nur die lebbaren Verhaltensweisen sind gegenüberliegend gepolt. Co-Narzisstinnen können mit einem Narzissten "tanzen". Sie glauben, ihren Seelenpartner gefunden zu haben. Alles läuft im Gleichklang: Sie gibt - er nimmt, sie ist altruistisch - er egoistisch, sie ist großzügig - er ausbeuterisch. Ein Narzisst würde es so ausdrücken: Meine Frau und ich - wir sind froh, wenn es MIR gut geht.

Wenn ich später zum eigentlichen Sinn dieses Blogs komme, der ja Frauen helfen soll herauszufinden, wie sie es durchstehen können, bei ihrem jeweiligen Narzissten zu bleiben bzw.ihn zu halten, beschreibe ich Ihnen diesen gemeinsamen "Tanz" ausführlich.

Fest steht auf jeden Fall, dass die Co-Narzisstin früher oder später, nämlich dann, wenn sie sich selbst eingesteht, dass sie nur benutzt wurde, zusammenbrechen wird. Aber Sie, liebe Damen, wollen zur Stunde unbedingt wissen, was Sie tun können, um IHN zu behalten. Nur noch etwas Geduld, schließlich scheinen Sie davon übermenschlich viel zu haben, sonst würden Sie diese Zeilen hier nicht lesen. Es ist wichtig, vorab über die krassen Verhaltensweisen bescheid zu wissen und nicht zu vergessen, SEINE WORTE ernst zu nehmen, nachzufragen und sich nicht pausenlos von seinem verträumten Blick bei Kerzenlicht blenden zu lassen.

- Aus dem Tagebuch von Susanne:

"Inzwischen bin ich völlig am Boden zerstört. Ich muss mich zum essen zwingen, meist bekomme ich nichts herunter. Gespräche mit meiner Freundin Sarah drehen sich nur noch um IHN. Sarah ist genervt. Drängt auf Kontaktabbruch. Ich leide. Fühle mich wie unter Wasser, gefangen in einem Sog, der mich in die Tiefe zu ziehen droht. Alle Versuche, mich zu retten, scheinen zu scheitern. Ich komme nicht von ihm los, lebe nur noch für die wenigen Stunden in der Woche. Bin irgendwie handlungsunfähig, arbeitsunfähig. Versuche mit letzter Kraft, die Fassade aufrechtzuerhalten. Sehe den schwarzen Abgrund vor mir und fühle mich nicht in der Lage, einen Schritt zurückzutreten. Mittlerweile ist die Vorfreude, ihn zu sehen größer, als IHN wirklich zu sehen. Wenn wir uns treffen, geht der Schmerz trotzdem nicht weg, weicht nicht von meiner Seite, steht neben mir, ist in mir, klebt wie Pech auf meiner Haut. Alles was ER sagt tut weh. Ich sehe ihn und seine wunderschönen Hände und denke, wie er damit die andere Frau berührt. Spüre seine Lippen auf meinen. Sie brennen wie Feuer auf meiner Haut, doch ich kann nicht aufhören. Ich spiele ihm vor, dass es mir gut geht und kann kaum mehr atmen. Für diesen Abend habe ich doch wieder eine Woche durchgehalten. Ich will nicht nachdenken, nicht noch mehr fühlen, nicht untergehen. Ich klammere mich an IHN, umarme ihn, halte mich verzweifelt an ihm fest und hoffe, dass der Abend vorbeigehen möge, ohne dass ich zusammenbreche. Denn ER soll nicht sehen, wie es mir wirklich geht. Er soll sich mit mir gut fühlen können, IHM sollen unsere Treffen viel geben für sein Leben. Denn nur dann - irgendwann - wird er sehen, dass ich die EINE für ihn bin. Doch wann ist irgendwann?"

Das war der Tiefpunkt. Susanne konnte bereits die Sinnlosigkeit ihres Handelns nicht mehr erkennen. Fixiert und verstrickt in eine Illussion, die Wirklichkeit vollkommen ausgeblendet. Eine selbstbewußte Frau würde richtigerweise fühlen, dass ihr dieser Mann nicht gut tut und die Sache beenden. Nicht so Frauen, die in eine Abhängigkeit gerutscht sind. Sie wollen die Realität nicht sehen, teilweise können sie sie nicht erkennen, weil sie sich dann damit beschäftigen müßten, WIE sie überhaupt in so eine aussichtslose, deprimierende, unglückliche Situation kommen konnten. Es wird alles ausgeblendet, um zu überleben. Mit Vollgas auf den Abgrund zu. Die Hoffnung, dass ER sie doch irgendwann erkennt, sich zu ihr BEKENNT, mit ihr leben will, sie lieben wird und man zusammen alt wird, ist übermächtig und man ist bereit, jedes Opfer dafür zu bringen. Der Gedanke, nur noch ein bißchen länger durchzuhalten, weil man ja schon soviel Gefühl investiert hat und dann am Ziel seiner Träume ist, wird zur Obsession. Frauen, die aus diesem Kreislauf ausgebrochen sind, konnten sich später selbst überhaupt nicht mehr verstehen.

- Aus dem Tagebuch von Susanne:

"Ich sitze am Waldrand auf einer Bank, neben mir mein Handy. Es klingelt und ich sehe seine Nummer auf dem Display. Durch meinen müden Körper jagt ein Stromstroß.Doch ich gehe nicht ran. Irgendwas in mir treibt mich zur Rebellion. Irgendwie denke ich, dass ich sterben werde, wenn das alles nicht bald aufhört. Ich fühle mich alt und krank, kann nicht essen oder schlafen, manchmal kann ich nicht einmal mehr weinen. Der Schmerz hat mich völlig in Besitz genommen. Ich denke an ihn und sehe seine andere Freundin. Wie er mit ihr essen geht, wie er mit ihr schmust, Händchen hält, sie im Arm hat, mit ihr schläft. Ich kann es nicht ertragen. Ich kann nicht mehr arbeiten, hänge nur noch rum, hänge durch und eigentlich ist es mir egal, wenn alles den Bach runtergeht."

Hier wird deutlich, dass die Wahrnehmung zu diesem extremen Zeitpunkt komplett eingeschränkt ist. Auch unsere Freundschaft wird auf eine harte Probe gestellt. Wir reden nächtelang, ich komme nicht an sie heran. Sie nimmt IHN in Schutz, wenn ich ihr die Augen öffnen will. Ich bekomme Angst um sie, aber sie schlägt alles aus. Sie will nur über IHN reden. Immerzu analysiert sie die Lage . Ich zweifelte an ihrem Verstand. Suchte Rat bei einer Bekannten, die ausgebildete Dipl.-Psychologin ist, bestellte Literatur, laß alles, was es gibt, war stundenlang in Foren unterwegs und stellte fest, dass die Geschichten sich allesamt stark ähneln. Ich war also total machtlos. Deshalb begann ich, ihr zu drohen. Damit dass ich nicht mehr zu ihren Geburtstagen kommen werde, wenn ER da ist. Damit dass sie sich jemand anderen suchen müsse, wenn wir nicht auch über andere Themen sprechen können würden, weil sich alles nur um IHN drehte. Ich zeigte mich sauer, verständnislos. Es nützte nichts. Sie hielt zu IHM. Sie hätte unsere 25jährige Freundschaft auf den Scheiterhaufen geworfen, wenn ich nicht eingelenkt hätte. Es war mir klar, dass sie völlig den Verstand verloren hatte. Susanne, die früher alles hinkriegte, gab es nicht mehr.

Es ist also keineswegs übertrieben, was ich eingangs geschrieben habe. Destruktive Beziehungen sind gefährlich! Leidet man emotional über eine lange Zeit, gesellen sich körperliche Beschwerden hinzu, wobei Kopfschmerzen, Übelkeit, Magengeschwüre noch die kleineren Probleme darstellen. Das Immunsystem wird geschwächt, ständig Adrenlin ausgeschüttet. Kein Organismus kann dem auf Dauer standhalten. Den Betroffenen ist das egal. Sie wollen sich nicht bewußt schädigen, sie wollen gesund und glücklich sein - wie jeder Mensch, aber sie haben keine Energie mehr, denn diese hat ER. Die Opfer glauben, dass sie durchhalten müssen und dann glücklich werden, wenn die Beziehung mit IHM erst in Ordnung kommt. Aber darauf können Sie warten, bis Sie schwarz werden. Mit einem Narzissten können Sie niemals glücklich werden. Wenn Sie ihn kriegen, dann schon gleich gar nicht, denn dann lernen Sie ihn richtig kennen. Außerdem sehen sie nicht, dass kein anderer Mensch (und ein Narzisst sowieso nicht) in der Lage ist, sie glücklich und gesund und zufrieden zu machen. Dieses grundlegende Gefühl muss aus einem selbst heraus wachsen. Durch Selbstbewußtsein, durch das richtige Führen des eigenen Lebens. Ein anderer kann die Defizite nicht ausgleichen, die Leere nicht füllen, die Einsamkeit nicht nehmen. DAS IST NICHT MÖGLICH! Gerät man an einen Narzissten, MUSS man das als Aufforderung zum eigenen Wachstum verstehen! Der Narzisst ist nur der Spiegel, in dem wir sehen, was uns wirklich fehlt. Eine krasse Ausdrucksweise, um endlich Licht in unser eigenes Dunkel zu bringen. Eine glückliche Beziehung mit einem Narzissten zu führen ist UNMÖGLICH. Beziehung und Narzissmuss schliessen sich gänzlich aus! Wenn Sie selbstbewußt und glücklich sind, macht der Narzisst einen Bogen um sie, weil er mit Ihnen nichts anfangen kann. Er selbst würde unglücklich in so einer Beziehung, weil er keine Energie aus Ihnen saugen kann, denn Sie weissen ihn in die Schranken. Einige narzisstische Männer mögen versuchen, eine starke Frau zu knacken, aber nur, wenn sie noch anderswo jemanden haben, der sie auffüllt, mit Energie versorgt, ein schwaches Mäuslein ist. Dann kann er schon eine Weile den Gönner spielen und Ihre freche Zunge ertragen. Verlieben Sie sich - so wie Susanne - dann aber in diesen Mann, wird er sich zurückziehen. Er hat sein Ziel erreicht und Sie sollen nie erfahren, welche Defizite er wirklich hat. So einer starken Frau, die Sie in seinen Augen sind, könnte er niemals auf Augenhöhe begegnen. Sie soll ihn nicht durchschauen - also Rückzug. Nach Hause zu seiner unterwürfigen Frau, die dankbar dafür ist, wenn sie ab und zu neben ihm stehen darf. Sie verstehen die Welt natürlich nicht mehr und sind verwirrt. Das Ende von diesem Lied ist die Geschichte von Susanne.

Wenn Sie einem Narzissten begegnen und eher die unterwürfige Frau sind, dann hat er freie Bahn. Nach kurzer Zeit sind Sie ihm jedoch zu langweilig und er sieht sich weiter um. Sollten Sie sich wie durch ein Wunder in eine selbstbewußte Frau verwandeln, weil Sie eine Therapie gemacht haben, Ihnen gute aufmerksame Freunde halfen, Sie beruflich plötzlich erfolgreich wurden etc., dann fühlt ER sich gar nicht mehr wohl. Ihre Bewunderung für IHN bleibt aus, Energie verwenden Sie für sich und Ihre Projekte, dann bricht von seiner Seite die Hölle los. Sie können es drehen und wenden wie Sie wollen, es gibt keine zufriedenstellende Beziehung mit einem Narzissten. Seine Defizite sind zu groß, als dass sich Glück einstellen könnte. Die entscheidende Frage lautet: Wie groß sind IHRE Defizite? Erkennen Sie das? Warum opfern Sie sich für einen anderen Menschen? Weshalb hassen Sie sich? Warum hören Sie nicht auf Ihr Bauchgefühl? Denn dieses will Sie ständig daran erinnern, dass es Ihnen schlecht geht, dass etwas nicht stimmt in Ihrer Beziehung, dass Sie sich retten müssen! Warum tun Sie das nicht? Warum hören Sie nicht auf Ihr Unterbewußtsein?

- Aus dem Tagebuch meiner Freundin:

"Zum wiederholten Male schreie ich ihn an. Als hätte ich meine gesamte Erziehung vergessen, drehe ich durch. Ich mache ihm Vorwürfe, dass er mein Leben zerstört hätte, mich benutzt  hat, mir etwas vorgemacht und sich nebenbei eine andere Beziehung aufgebaut hätte. Von ihm kommt gespielte Betretenheit. Er sagt, dass er mir von Anfang an gesagt hätte, dass er keine feste Beziehung wieder führen will, weder mit mir noch mit der anderen Frau, noch mit irgendeiner Frau. Dass ich mein Leben selbst zerstört und er damit nichts zu tun hätte, ihn keinerlei Schuld träfe. Er räumt nicht ein, dass er zu weit gegangen ist. Dass zwischen uns nie etwas gelaufen wäre, wenn er mich nicht belogen hätte damit, dass er eine andere Frau an den Wochenenden empfängt, blendet er aus. Es kommt keinerlei Verständnis von seiner Seite, nichts, was mich irgendwie aufrecht halten könnte, was mich trösten würde, gar nichts. Stattdessen ignoriert er meinen Wunsch zum wiederholten Mal, dass ich keinen Kontakt mehr wünsche, indem er mich sehr liebevoll anschreibt und anruft. Ich bin nicht stark genug, dem mit Ignoranz zu begegnen. Seine Worte gehen mir nah. Er sagt, dass er keine Lebensqualität mehr habe, wenn ich aus seinem Leben verschwinde. Dass es sich anfühlt für ihn, als würde er sterben, wenn wir uns nicht mehr sehen würden. Ich kann nicht anders, als "seine gute Freundin" zu bleiben. Mein Leben scheint mir trostlos, wenn ER daraus verschwindet, deshalb projiziere ich dieselben Gefühle auf ihn, weil er dies immer wieder sagt. Dann sind wir wieder ganz innig zusammen. Beim essen, im Kino, während eines Spazierganges. Ich will ihn als Freund sehen, aber der leiseste Stimmungswandel bei ihm (wenn er am Telefon zu glücklich erscheint oder zu angespannt oder zu gelangweilt oder zu beschäftigt), alles wirft mich sofort aus der Bahn. Deshalb versuche ich es anders. Ich flehe ihn an, mich nicht mehr zu kontaktieren, dass ich damit abschießen kann. Er hält sich ein paar Tage daran, dann meldet er sich wieder. Ich nehme nicht ab, mehrfach, aber von irgendwoher meldet sich dann mein Gewissen. Wenn ihm nun was passiert ist.....  Wenn er meine Hilfe braucht....   Wenn er mir sagen will, dass er sich getäuscht hat und doch nur mich will....   Den nächsten Anruf nehme ich an. Beginne zu lügen. Dass ich das Handy nicht dabei gehabt habe, dass ich beschäftigt war, dass ich es nicht gehört hätte usw. Ich will souverän wirken und mich an mein Versprechen halten, welches ich ihm vor über 2,5 Jahren gab, nämlich, dass wir Freunde bleiben für immer und ewig, egal was passiert, wenn das alles scheitert mit uns, wenn die Welt untergeht. Ich leide, weil ich ihm keine gute Freundin sein kann und mein Versprechen ständig versuche zu brechen. 2 Tage sitze ich in meiner Wohnung und ziehe die Vorhänge zu, starre dumpfsinnig vor mich hin. Der Kopf ist leer, mein Körper abgemagert, alles tut weh, aber mir fällt nichts ein. Ich sollte duschen und spazieren gehen oder irgendwas tun, aber ich kann nicht. Ich bin zu schwach, um aufzustehen, um nachzudenken, um zu leben. Morgen will ich weiterdenken, vielleicht morgen...."

Wie Sie sehen, hat Susannes Freund für seine eigenen Interessen ALLES richtig inszeniert. Er hat ihr gleich zu Beginn ihres Kennenlernens das Versprechen abgenommen, immer und ewig befreundet zu bleiben. In der Verliebtheitsphase würde beinahe jeder Mensch schwören, dass man sich nie wieder aus den Augen verlieren will und wird. Der Narzisst weiß, dass er Sie später an der Angel haben wird - allein schon damit! Passen Sie auf, WEM Sie WAS versprechen, wenn Sie sich an Ihre Versprechern gebunden fühlen. Desweiteren will Susanne vor IHM großzügig dastehen. Seine anderen Ex-Freundinnen hatten seiner Aussage nach keine echte Größe und wollen nichts mehr mit ihm zu tun haben. Susanne will aber das Besondere in seinem Leben bleiben. Deshalb quält sie sich immens, verstellt sich, leidet, aber sie lässt ihn nicht fallen. Sie SIEHT nicht, dass er sein OBJEKT nicht verlieren KANN, solange kein vergleichbarer Energiespender in Aussicht ist. Ehe er leidet, würde er sie verheizen. Auch auf ihr Flehen, sie nicht mehr zu kontaktieren, dass sie darüber hinwegkommen kann, geht er nicht ein. Es geht Narzissten nur um SICH SELBST. IMMER! In erster Linie, zuguterletzt und immer! Bitte verstehen Sie das! Es geht nicht um Sie oder um eine andere Frau oder um mehrere andere Frauen ansich. Es geht darum, wer IHM wieviel GEBEN kann. Bewunderung, Respekt, Liebe, Lob, Anerkennung, Aufopferung, Sicherheit, Geborgenheit usw. Was Sie zurückbekommen, ist Ihre eigene Projektion, wenn Sie Narzissmus noch nicht verstanden haben. Anderenfalls bekommen Sie gar nichts zurück. ER kann und wird Ihnen niemals reine bedingungslose Liebe geben. Sie werden sich nicht einmal auf sein Wort verlassen können. Sie sind auf SICH ALLEIN GESTELLT, solange Sie einen Narzissten an Ihrer Seite haben. Wenn Sie nicht untergehen wollen, wenn Sie von sich etwas halten, wenn Sie leben wollen, wenn Sie auch mal verwöhnt sein wollen, ohne etwas geben zu müssen, dann ist eine Beziehung mit einem Narzissten ausgeschlossen. Wenn Sie gern leiden, wenn Sie immer geben wollen, ohne je etwas zurückzubekommen, wenn Ihnen Ihr eigenes Leben nicht wertvoll erscheint, wenn Sie keine Freunde brauchen (weil diese irgendwann aus Ihrem Leben verschwinden werden, denn Sie haben niemandem mehr etwas zu geben; Sie sind leer), wenn Sie gern einsam und allein sind, wenn Sie sich nicht weiterentwickeln wollen, wenn Sie sich schlichtweg aufgeben wollen, dann nur zu - Ihr Narzisst wird Ihnen dabei tatkräftig unter die Arme greifen....

- Aus dem Tagebuch von Susanne:

"Träge scheint die Sonne in mein Gesicht. Es ist Frühling, alles grünt. Ein paar Vögel schreien. Mich umfasst ein warmes Gefühl. Irgendein Gefühl, an dass ich mich erinnere aus meiner Vergangenheit. Ich überlege. Dann wird mir schlagartig klar, WAS ich da empfinde. Es ist Hoffnung. Zum erstenmal seit einer Ewigkeit sehe ich eine Zukunft für mein eigenes Leben. Eine Zukunft, die nichts mit IHM zu tun hat. Die Sonne scheint auch für mich, sie scheint auch, ohne dass er in meinem Leben ist. Irgendwie schien das vollkommen unmöglich zu sein. Doch ich spüre Euphorie, Freude, Kraft. Es fühlt sich gut an. Ich glaube vorsichtig daran, dass ich ohne ihn leben kann. Zum ersten Mal denke ich, dass mein Leben ohne ihn wieder gut wird. Und noch ein Gedanke kommt mir, als ich allein durch die Feldwege laufe: Ich hatte wahrsinniges Glück! Unglaubliches Glück, dass ER mich NICHT wollte. Dass er mich nicht heiraten, mit mir leben, mit mir eine Famílie wollte. Ich komme aus dieser Sache heraus, weil ich frei bin, weil wir nichts Gemeinsames aufgebaut haben, weil ich einfach leben kann wie ich will. ER hat nie Verantwortung für mich und mein Leben übernommen, ABER dasselbe gilt auch für mich. Ich muss mich für ihn nicht verantwortlich fühlen, muss seine destruktive Seite nicht noch näher kennenlernen, die mich im direkten Zusammenleben mit Sicherheit umgebracht hätte. Er ist frei von mir ja. ABER wichtiger ist, dass ICH FREI VON IHM bin. Es ist als sei ich aus der Hölle zurück. Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll, mein Leben aufzuräumen."

Meine lieben Damen! Die Definition für Narzissmus ist überall nachzulesen, deshalb habe ich darauf verzichtet, diese hier im Blog nochmals niederzuschreiben. Ebenso die charakteristischen Eigenschaften sowie die Merkmale des Narzissmus und die narzisstische Persönlichkeitsstörung. Deshalb habe ich Ihnen anhand eines Beispiels verdeutlichen wollen, dass sich Narzissmus und Partnerschaft gänzlich ausschließen. Es ist u.a. der Mangel an Empathie, der ein glückliches Zusammensein mit einem Narzissten unmöglich macht. Sogar ohne ein gemeinsames Heim, in dem es nur natürlich ist, dass es ab und an zu Meinungsverschiedenheiten kommen kann, ist eine nahe, gleichberechtigte Beziehung hier fast unmöglich. Ein Narzisst kann nicht anders. Er muss die Bestätigung anderer haben, um selbst der inneren Leere, der Verzweiflung, der Einsamkeit, der Monotonie, dem seelischen Schmerz zu entgehen.

In meinem Buch werde ich Ihnen umfassend erklären, WIE sie Ihren Narzissten behalten können, wenn Sie das wirklich immernoch wollen. Vielleicht - und das hoffe ich inständig für Sie - haben Ihnen meine Ausführungen aber auch gereicht und Sie beginnen ein neues Leben - ohne IHN. Ein glückliches, beschauliches, zufriedenes Leben, ohne die Stürme, die eine narzisstische Beziehung auslöst, aber auch ohne die Abgründe, die sich ständig vor Ihnen auftun. Vielleicht möchten Sie aber, wider besseren Wissens aus Ihrem eigenen Chaos und Susannes Geschichte trotzdem nichts anderes, als den Mann in Ihrem Leben mit all seinen narzisstischen Eigenschaften zu behalten, ihn zu lieben, sich für ihn aufzugeben, sich ihm zu opfern. Vielleicht möchten Sie, trotz aller Vernunft  nichts anderes als IHN. Dann lesen Sie aufmerksam mein Buch "Wie werde ich erfolgreiche Co-Narzisstin?" 

Ich bedanke mich herzlich bei meinen lieben Leserinnen und Lesern und wünsche Ihnen von Herzen alles Gute!

Ihre Angela 

Link zum Buch:

https://www.amazon.de/dp/B01N7KTHE2/ref=cm_sw_r_fa_awdl_t2s_ljPyybN4DNWK6

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

            

 

 

 

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